SPD und CDU liefern sich ein Wortgefecht über Versäumnisse der Vergangenheit, aktuelle Investitionen und den richtigen Umgang mit bürgerschaftlichem Engagement. Warum gerade jetzt vor der Kommunalwahl? Die Antwort liegt auf der Hand: Weil es sich als Thema anbietet, bei dem jeder etwas zu sagen hat. Bevor zuviel Meinung vorherrscht, haben wir nachgefragt und bieten Ihnen lieber einige Informationen.
In Grevenbroich werden nach und nach die Spielplätze erneuert – kaum sind die ersten Spielgeräte bestellt, beginnt das politische Tauziehen um deren Bedeutung. Die SPD-Fraktion meldet sich nun mit scharfen Worten: Die Maßnahmen seien ein überfälliges Signal an Familien, heißt es in einer Pressemitteilung. Man hole nach, was in der Vergangenheit versäumt worden sei. „Endlich werden Spielplätze nicht nur erhalten, sondern modernisiert und aufgewertet“, so Gina Penz, jugendpolitische Sprecherin der Sozialdemokraten.
Erst mit dem Ende der Haushaltssicherung Anfang 2024 sei dafür der finanzielle Spielraum entstanden. Auch in Schulen, Kitas und Sportanlagen will die Stadt in den kommenden Jahren kräftig investieren – laut SPD mehr als 200 Millionen Euro bis 2029. Fraktionsvorsitzender Daniel Rinkert spricht von „echter sozialdemokratischer Politik“, die den Menschen zugutekomme. Kritik richtet er an die CDU, die über zwei Jahrzehnte die Ratsmehrheit innehatte. In dieser Zeit sei „praktisch nichts passiert“, betont Rinkert. Viele Spielplätze seien allein durch das Engagement der Bürgerstiftung instand gehalten worden.